Projekte zur Willkommens- und Anerkennungskultur sowie zur interkulturellen Öffnung

Ein wesentliches Ziel von „WIR“ besteht darin, die Offenheit für eine vielfältiger werdende Gesellschaft zu stärken. Damit eine solche Offenheit im Miteinander der Menschen lebendig wird und kein Raum für Diskriminierung bleibt, muss sie mit konkreten Inhalten gefüllt werden: Möglichkeiten für die Begegnung von Menschen zu schaffen, Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, das sind maßgebliche Erfolgsfaktoren. Dazu sollen in den Kommunen - gemeinsam mit den Akteuren vor Ort - abgestimmte Konzepte entwickelt werden, die sich auf Wohngebiete, Orts- und Stadtteile beziehen. Die Konzepte verdeutlichen, wie der Anspruch, Vielfalt als Bereicherung zu erkennen, in konkretes Handeln vor Ort umgesetzt werden kann.

Auch die interkulturelle Öffnung ist ein Schwerpunkt des neuen Landesprogramms „WIR“. Einwanderung erzeugt Vielfalt. Mit der interkulturellen Öffnung werden Institutionen, Behörden, Vereine, Verbände und Migrantenorganisationen in die Lage versetzt, ihre Angebote und Leistungen auf die Vielfalt von Menschen, Kulturen und Religionen in unserer Gesellschaft auszurichten. Hierbei ist das A und O, alle Beteiligten frühzeitig und konstant einzubinden.

Doch wie sehen Veränderungen im Rahmen der interkulturellen Öffnung aus? Genügt es, Mitarbeiter zu interkulturellen Themen fortzubilden oder den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund zu erhöhen? Genügt es, Menschen mit Migrationserfahrung in die Vorstände von Vereinen aufzunehmen? Und was dann? Diese Fragestellungen können erste Ansätze auf dem – häufig langen - Weg zur interkulturellen Öffnung sein.

In diesen Prozessen sind alle Menschen gleichermaßen angesprochen. Ihre Offenheit und Veränderungsbereitschaft ist die Voraussetzung dafür, aufeinander zugehen zu können. Zu dieser Veränderungsbereitschaft  sollen die geförderten Projekte vor Ort Menschen motivieren.

Innovative Integrationsprojekte

Mittlerweile existiert eine Reihe von vielversprechenden Ansätzen zur Förderung von Integration. Dennoch ist es der Hessischen Landesregierung ein besonderes Anliegen, mit „WIR“ innovative Maßnahmen zu fördern, um über das Erreichte hinauszugehen. Die hier geförderten Projekte sollen einen neuen Ansatz verfolgen und Modellcharakter haben. Sie zielen insbesondere auf die nachhaltige Verbesserung der Integrationschancen von Menschen mit Migrationshintergrund ab. Auch soll eine Stärkung der Eigeninitiative erreicht werden.

Auch bei den innovativen Maßnahmen wird ein besonderes Augenmerk auf die Vernetzung vor Ort gelegt. Dazu müssen sie mit der für das Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zuständigen kommunalen Stelle abgestimmt sein. Diese frühzeitige Einbeziehung der kommunalen Akteure dient auch der Sicherung der Nachhaltigkeit nach Ablauf der Landesförderung.

Die Projektphase soll sich über einen längeren - maximal dreijährigen – Zeitraum erstrecken.

Informationen zur Antragstellung:

  • Die Anträge mit entsprechender Projektkonzeption und einem Finanzierungsplan für das jeweilige Haushaltsjahr können bis zum 31.12.2019 eingereicht werden beim
    Regierungspräsidium Darmstadt
    Dezernat II 25 – Soziales, Integration und Flüchtlinge
    Hilpertstr. 31
    64283 Darmstadt
  • Antragsberechtigt sind hessenweit kommunale, kirchliche und gemeinnützige Träger sowie gemeinnützige Migrantenorganisationen.
  • Der Antrag ist rechtzeitig vor Maßnahmenbeginn vorzulegen.
  • Die Förderhöchstdauer beträgt in der Regel drei Jahre, die Landesförderung bis zu 50% der Maßnahmenkosten.
  • Weitere Informationen und Einzelheiten zu Förderkriterien und Antragsunterlagen erhalten Sie über das Regierungspräsidium Darmstadt sowie unter https://integrationskompass.hessen.de.
     

Ab dem Jahr 2020 werden Mittel zur Förderung modellhafter Vorhaben und Projekte zur Unterstützung der Integration von Zugewanderten aus Südosteuropa als neuer Schwerpunkt im Rahmen des WIR-Programms bereitgestellt. Anträge können bis 31. Dezember 2019 eingereicht werden. Detaillierte Informationen zur Antragstellung können Sie dem unter Download eingestelltem Dokument zum Förderaufruf entnehmen.