Streitkultur in der demokratischen Vielfaltsgesellschaft

In demokratischen Gesellschaften gehört der Streit um unterschiedliche Standpunkte zum Alltag. Nicht umsonst hat das Grundgesetz als unser aller Wertefundament hohe Hürden für die Einschränkung der Meinungsfreiheit vorgesehen. Demokratie lebt vom politischen Streit, der auch dann verbindet, wenn er nicht zu einem Konsens führt. Denn nur auf der Grundlage des Austausches unterschiedlicher Perspektiven können Entwicklungen angestoßen und Kompromisse gefunden werden.

Einer pluralistischen, freiheitlichen Gesellschaft sind Konflikte also immanent. Trotzdem bedarf es Grenzen und Regeln für die Auseinandersetzung und den Meinungsaustausch. Was darf gesagt werden und vor wem? Es gibt Gesetze, die den Rahmen definieren, aber häufig geht es in Debatten nicht um juristische Grenzen, sondern um das Meinungsklima, in dem ein produktiver Streit überhaupt möglich ist.

Im Themenfeld Rassismus und Antisemitismus ist das oftmals eine Gratwanderung.  Aber auch diese Themen müssen besprechbar sein, um als Gesellschaft nicht in eine Dialogunfähigkeit zu geraten.

Mit der Veranstaltung möchten wir den Raum für eine demokratische Streitkultur öffnen und konkrete Handlungsoptionen für die alltägliche Umsetzung aufzeigen.

WANN: Donnerstag, 6. Oktober 2022 | 16.00 bis 18.30 Uhr
WO: Die Veranstaltung wird als Livestream über den YouTube-Kanal der Bildungsstätte Anne Frank übertragen: bsaf.info/youtube
Die Teilnahme steht allen Interessierten offen und ist kostenfrei.

Mehr Informationen im Flyer zum Download.