Interkulturelle Öffnung

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„Die Interkulturelle Öffnung von Institutionen und der Verwaltung als ressortübergreifende Aufgabenstellung ist ein wichtiger Baustein, um die zunehmende Vielfalt unserer Gesellschaft abzubilden und zu gestalten. Dazu gehören Anerkennung, Wertschätzung, Offenheit und Gleichbehandlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander, aber auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern“, so heißt es im Regierungsprogramm. Damit bringt die Landesregierung zum Ausdruck, dass sie die gesellschaftliche Vielfalt nicht nur anerkennt, sondern auch in der Landesverwaltung selbst lebt.

Die Landesregierung hat in den letzten Jahren beständig an der interkulturellen Öffnung der Verwaltung gearbeitet. Personal, Dienstleistungen und Strukturen der hessischen Landesverwaltung sollen an die Vielfalt der Gesellschaft angepasst werden. In Zeiten einer verstärkten Zuwanderung geflüchteter Menschen nach Hessen nimmt diese Bevölkerungsvielfalt weiter zu; die Notwendigkeit, die Verwaltung interkulturell zu öffnen, ist damit größer denn je.

Die Ministerien haben eine Handreichung mit vorbildlichen Beispielen aus der Landesverwaltung erarbeitet. Diese zeigt eine breite Palette von guten Beispielen auf, wie unterschiedlichste Behörden und Dienststellen der hessischen Landesverwaltung sich auf den Weg zu einer interkulturell geöffneten Verwaltung gemacht haben und sollen als Anregung dienen.
Den Leitfaden und weitere Informationen finden Sie hier.

Seit 2018 haben sich die Ressorts verpflichtet, in jeder Stellenausschreibung ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass (auch) Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund erwünscht sind.

In 2016/2017 wurde die Befragung zur Vielfalt in der hessischen Landesverwaltung wiederholt. Schon in 2013/2014 wurde diese Befragung unter den neu im Landesdienst eingestellten Personen durchgeführt, um die Zahl der Neueinstellung von Menschen mit Migrationshintergrund zu erheben.

2016 wurde gemeinsam mit WIR-Koordinationskräften ein praxisorientierter Leitfaden zu zwei wichtigen Aspekten der interkulturellen Öffnung erstellt. Dieser behandelt - mit konkreten Beispielen aus den Kommunen unterlegt - zum einen die Frage nach der Operationalisierung von interkultureller Kompetenz im Personalauswahlverfahren. Zum anderen werden verschiedene Methoden zur Erfassung von Beschäftigten mit Migrationshintergrund vorgestellt. Mit dieser Handreichung wurde dem Wunsch vieler Kommunen Rechnung getragen, die bisherigen Erfahrungen in diesem Handlungsfeld zusammenzustellen (Leitfaden s. untenstehende Downloads).

Darüber hinaus setzt die Landesregierung seit 2014 das Landesprogramm WIR hessenweit um. Die Förderschwerpunkte des Programms liegen in der interkulturellen Öffnung hessischer Kommunen und beim Ausbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur.

Bereits Anfang 2011 ist das Land Hessen gemeinsam mit hessischen Unternehmen der „Charta der Vielfalt“  beigetreten.