Befragung zur Vielfalt in der hessischen Landesverwaltung

Um das Ziel umzusetzen, die vielfältige Bevölkerung Hessens auch in der Landesverwaltung besser abzubilden, hat die Landesregierung im Frühjahr 2013 beschlossen, eine Befragung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchzuführen, die neu in den Landesdienst eingestellt werden. Die Befragung wurde inzwischen zweimal durchgeführt. Sie soll unter anderem Aufschluss darüber geben, wie viele der Neueingestellten einen Migrationshintergrund haben. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse können neue passgenaue Maßnahmen konzipiert werden, um mehr Menschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Im Rahmen der Befragung wird zudem danach gefragt, wie die Personen auf ihre neue Stelle aufmerksam geworden sind. Die Antworten sollen Hinweise darauf geben, welche Werbemaßnahmen wirken.

Die Vorgehensweise

Die Befragungslaufzeit beträgt jeweils ein Jahr und erfolgt ausschließlich online. Die Teilnahme ist freiwillig und ohne Namensnennung. Gefragt wird nach der Bewerbung, dem Beschäftigungsverhältnis und nach der eigenen Person. Das Hessische Statistische Landesamt führt die Befragung in enger Abstimmung mit dem Integrationsministerium durch.

Der Hessische Datenschutzbeauftragte hat die Vorbereitungsarbeiten begleitet und dem Befragungskonzept zugestimmt.

Die von den Befragten angegebenen Daten gehen direkt an das Hessische Statistische Landesamt. Dort werden sie ausgewertet und zusammengefasst, die Einzeldaten anschließend gelöscht. Damit sind keinerlei Rückschlüsse mehr auf einzelne Angaben möglich. Auf der Grundlage der zusammengefassten Auswertung wird die Landesregierung die bestehenden Maßnahmen überprüfen und erforderlichenfalls anpassen.

Die erste Welle der "Befragung zur Vielfalt" wurde vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass rund 23 Prozent der befragten Neueingestellten über einen Migrationshintergrund verfügen - bei knapp 29 Prozent in der Gesamtbevölkerung der entsprechenden Altersgruppe; in der Gruppe der Auszubildenden sogar 28 Prozent.

Im Rahmen der zweiten Welle der Befragung zur Vielfalt wurden vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 erneut alle neu in den Landesdienst eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt. Die Befragung ergab, dass die Quote an Neueingestellten mit Migrationshintergrund gegenüber der ersten Befragung erhöht hat. Hatten bei der ersten Befragung 22,8% einen Migrationshintergrund, so waren es bei der Befragung 2016/2017 24,3% der Befragten.

Nähere Informationen zu den Ergebnissen der Befragungen finden sich in dem unter Downloads eingestellten Bericht.