Löwen im Herz. Hessen integriert.

Hessen ist seit Jahrzehnten Heimat für Menschen aus der Region und der Welt.

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Gut 1,9 Mio. Menschen in Hessen haben einen Migrationshintergrund, also ihre Wurzeln außerhalb Deutschlands – das ist nahezu ein Drittel der Bevölkerung. Hinzu kommen die Menschen, die zu uns geflüchtet sind: Hessen hat in 2015 und 2016 rd. 100.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Die Wertschätzung anderer Kulturen und Lebensentwürfe gehört schon lange fest zum hessischen Selbstverständnis. Unzählige Aktivitäten von Kommunen, Städten, Sozialpartnern, Initiativen und der Zivilgesellschaft zeugen inzwischen von der erfolgreichen Integrationspolitik des Landes.

Um dieses Engagement sichtbar zu machen und gleichzeitig den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken, wurde im November 2016 die hessenweite Kampagne „Löwen im Herz. Hessen integriert.“ gestartet. Sie stellt Integrationsvorbilder aus der hessischen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Mit einem elektronischen Poster, das hessenweit an rund 870 Standorten eingesetzt wurde, sowie digitalen Anzeigen und der Internetseite www.loewenimherz.de machte die Hessische Landesregierung auf das Thema gelungener Integration und auf erfolgreiche und engagierte Menschen mit „Löwen im Herz“ aufmerksam.

Der Löwe als hessisches Wappentier steht seit jeher für Kraft, Mut, Selbstvertrauen, Stärke und Verantwortung. Diese Eigenschaften charakterisieren auch die Menschen mit Löwen im Herzen, die der Kampagne bis heute ein Gesicht verleihen und als Integrationsvorbilder gelten. Es geht konkret um Menschen – Menschen, die sich für Hessen engagieren, die erfolgreich integriert sind, die sich für Vielfalt und Toleranz und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Mit der Kampagne soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass gelungene Integration faktisch Realität in Hessen ist. Sie wirbt für Offenheit bei den weiteren Aufgaben der Integration. Denn Vielfalt bedeutet nicht die Aufgabe der traditionellen Kultur, sondern ist grundsätzlich eine Bereicherung und kann zum Gewinn für die ganze Gesellschaft werden.

Die Integrationsvorbilder sind sowohl Prominente (u.a. der legendäre Fußball-Trainer Dragoslav Stepanovic, der Schauspieler Hannes Jaenicke, der mehrfache Olympiasieger Michael Groß, die Schauspielerin Jessica Schwarz, die Moderatorin Evren Gezer) als auch Menschen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen. Auf der Webseite www.loewenimherz.de bekunden sie mit kurzen Statements, warum Hessen für sie Heimat bedeutet und wie sie Integration in Hessen erleben.

„Löwen im Herz. Hessen integriert.“ wurde in 2017 als eine eigenständige Säule der Respekt- und Wertekampagne des Landes Hessen fortgeführt. Schwerpunkt war der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen Integration, Zusammenhalt und Miteinander. Um Menschen vor Ort miteinander ins Gespräch zu bringen, wurden für ganz Hessen Bürgerforen in Kassel, Gießen, Offenbach und Darmstadt veranstaltet. Die Veranstaltungsreihe griff die örtlichen Gegebenheiten auf und bezog prominente Integrationsvorbilder und auch lokale Integrationsvorbilder mit ein. Der Startschuss der Kampagne war eine landesweite Auftaktveranstaltung im Hessischen Landtag am 1. November 2017. Anschließend fanden im Laufe des Monats November die regionalen Bürgerforen statt. Begleitet wurden sie durch PR-Specials wie „Löwen im Herz – TALK IM TAXI“ und „Löwen im Herz – UNTERWEGS-MITTENDRIN“. Mehr dazu finden Sie unter www.loewenimherz.de.

Im Jahr 2018 wurde zur Umsetzung des Hessischen Integrationsplans – hier insbesondere in Bezug auf die Stabilisierung der Integrationsbereitschaft und die Stärkung der Integrationskultur - eine Dialogreihe „Löwen im Herz“ organisiert, und zwar unter Einbindung von Partnern vor Ort. Ziel der Reihe war es, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Begegnung zu schaffen. In intensivem Austausch bekamen die Beteiligten die Möglichkeit, sich über bestimmte Aspekte von lokaler Bedeutung auszutauschen und ihre Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die Veranstaltungen hatten also einen starken örtlichen Bezug und adressierten zielgerichtet bestimmte Gruppen wie Vereine, Verbände und Organisationen, um deren Fragestellungen aufzugreifen. Der erste Dialog fand im Main-Kinzig-Kreis unter Beteiligung von LandFrauen und Integrationslotsinnen statt. Im Fokus stand das ehrenamtliche Engagement der Frauen. Ein nächster Dialog wurde in Kooperation mit der IHK Frankfurt am Main mit dem Titel „Wir in Deutschland – unsere Chancen“ zu den Themen Bildung und Arbeit veranstaltet. Der dritte Dialog bezog sich wiederum auf das Engagement von LandFrauen und Integrationslotsinnen, diesmal im Lahn-Dill-Kreis und unter Beteiligung weiterer aktiver Frauen. Das Feedback zeigt, dass solche Dialoge als sehr aufschlussreich bewertet und angenommen werden.

Aktuell stehen die Planungen für die Fortsetzung der Reihe an.