Veranstaltung der Baha‘i-Gemeinde in Hofheim im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Staatssekretär Jo Dreiseitel zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März: „Wir brauchen Anerkennung und Respekt vor den Unterschieden in unserer Gesellschaft“

Hofheim. Anlässlich des am Sonntag stattfindenden Neujahrfestes der Baha‘i Gemeinde in Hofheim-Langenhain und der dortigen Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus freut sich der Hessische Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, dass die Baha‘iGemeinde das Thema „Leben in einer vielfältigen Gesellschaft frei von Vorurteilen“ gewählt hat und damit auf den am 21. März 2016 stattfindenden ‚Internationalen Tag gegen Rassismus‘ hinweist.

„Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft von Menschen, aus rassistischen Gründen oder aufgrund der Religion lehnen wir entschieden ab. Gerade gegenüber geflüchteten Menschen beobachte ich mit Sorge die Zunahme von Ressentiments und rassistischen Übergriffen. Kulturelle Vielfalt, unterschiedliche Lebensentwürfe und individuelle Verschiedenheiten der Menschen, die hier leben, begreifen wir in Hessen als Bereicherung für unser Land. Mir ist es ein Anliegen, Rassismus und jeglicher Art von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten“, so Dreiseitel.

Bedauerlicherweise seien Rassismus und Diskriminierungen immer noch gesellschaftliche Realität, die in allen täglichen Lebensbereichen vorkomme: bei der Wohnungs- und Arbeitsuche, in der Schule oder sogar beim täglichen Einkauf im Supermarkt. Menschen würden dadurch in vielfältiger Weise verletzt und ausgegrenzt.

Der Staatssekretär weist in diesem Zusammenhang auf die schon zu Beginn des Jahres 2015 eingerichtete Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration hin. “Wir wollen die Erfahrungen der Betroffenen mit Diskriminierungen sichtbar machen und ihr Recht auf ein diskriminierungsfreies Leben durchsetzen“, so der Staatssekretär.

Die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle trägt dazu bei, gegen Diskriminierungen vorzugehen und mehr Chancengleichheit herzustellen. Alle Menschen in Hessen, die Benachteiligungen erfahren haben, seien diese rassistisch motiviert oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität, können sich an die Antidiskriminierungsstelle wenden. Betroffene Personen erhalten durch ein Erstberatungsangebot grundsätzliche Informationen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und eine Ersteinschätzung zum möglichen Diskriminierungsfall. Eine rechtliche Beratung und Begleitung im Einzelfall ist allerdings ausgeschlossen.

„Unsere Gesellschaft ist nicht zuletzt durch die zu uns kommenden Flüchtlinge vielfältiger geworden. Dieser Vielfalt muss mit Akzeptanz begegnet werden“, so Dreiseitel. In diesem Sinn habe die Baha‘i-Gemeinde vorbildlich gehandelt, da sie im Jahr 2014 zu den Gründungsstiftern der Hessischen Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus“ gehöre.

Internationaler Tag gegen Rassismus am 21. März

Der 21. März ist der jährliche Gedenktag der Vereinten Nationen gegen Rassismus. Er erinnert an das Massaker von Sharpeville/Südafrika vom 21. März 1960. Im Township Sharpeville wurden 69 Menschen durch die Polizei erschossen, die friedlich gegen die diskriminierenden Gesetze in dem Apartheid-Staat, die eine Trennung von Wohn-und Geschäftsbezirken für Weiße, Schwarze und Inder vorsahen, demonstrierten Als Gedenktag an das Massaker von Sharpeville wurde 1966 der 21. März von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung ausgerufen.

Internationale Wochen gegen Rassismus zwischen dem 10. und dem 23. März

In Deutschland finden jährlich die Internationalen Wochen gegen Rassismus mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten statt. Sie werden vom Interkulturellen Rat Deutschland e.V. koordiniert. Kommunen, Bürgerinitiativen, Religionsgemeinschaften, Sportvereine und vielen weitere gesellschaftlich relevante Akteuren führen zahlreiche antirassistische Veranstaltungen zwischen dem 10. und dem 23. März 2016 durch. Nähere Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus und den dazu bundesweit stattfindenden Veranstaltungen finden Sie unter www.internationalewochen-gegen-rassismus.de.

Die Antidiskriminierungsstelle erreichen Sie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration unter Telefonnummer 0611-8173391 oder per E-Mail unter antidiskriminierungsstelle@hsm.hessen.de

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