„Alltagsrassismus – Schubladen und Nadelstiche“

Diskussionsrunde mit Sozial- und Integrationsminister Kai Klose, Sozialaktivist Ali Can, Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker und Thuy-Tien Nguyen

Was ist unter Alltagsrassismus zu verstehen? Wie beeinflussen Erfahrungen von Rassismus die eigene Identität und das Zugehörigkeitsgefühl? Sind diese rassistischen Erfahrungen von Vielen im Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft? Welchen Beitrag muss jeder von uns leisten, um alle Menschen einer Gesellschaft als gleichwertig anzuerkennen? Diesen und vielen anderen Fragen geht die Online-Diskussion „Alltagsrassismus – Schubladen und Nadelstiche“ nach, die am Donnerstagabend, 10. September 2020, in Frankfurt stattfindet und über Live-Stream ab 18:30 Uhr auf YouTube (https://www.youtu.be/El_4Bh40z6A) zu verfolgen ist.
Auf dem Podium diskutieren Kai Klose (Hessischer Minister für Soziales und Integration), Ali Can (Sozialaktivist und Autor, Initiator von #MeTwo), Hadija Haruna-Oelker(Politikwissenschaftlerin und Journalistin, bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland aktiv) und Thuy-Tien Nguyen (Studentin, aktiv bei Korientation e.V, einer Selbstorganisation für Asiatisch-Deutsche Perspektiven, dort für das Medienkritik-Projekt
"Corona-Rassismus in den Medien" zuständig). Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Live-Streams können sich per Chat an der Diskussion beteiligen.
Die Veranstaltung wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration unter Mitwirkung der Integrationsvertragspartner Bildungsstätte Anne Frank, Hessischer Jugendring, Verband binationaler Familien und Partnerschaften und dem Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Hessen organisiert.

Hintergrund:
Ziel der Integrationsverträge ist es, die Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen zu stärken und die hierfür notwendigen Aushandlungsprozesse in der Gesellschaft zu unterstützen. Mit der Bildungsstätte Anne Frank wurde ein Vertrag zu Fragen von „Antisemitismus und Rassismus in der Migrationsgesellschaft“ abgeschlossen. Beim Hessischen Jugendring geht es um „Identität und Zugehörigkeit von jugendlichen Zugewanderten der 2. und 3. Generation“.
Mit dem Deutschen Roten Kreuz arbeitet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration daran, das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund im Ehrenamt sichtbarer zu machen und zu stärken. Mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften geht es um Rollenbilder von Männern mit Migrationshintergrund, die besonders häufig von einer defizitären Stereotypisierung betroffen sind.

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