Hessische Kommunen vernetzen sich zur Erarbeitung von Integrations- und Vielfaltsstrategien

Staatssekretär Klose: „Wir fördern die Erstellung kommunaler Vielfalts- und Integrationsstrategien. Weiterer wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen Integrationspolitik“

Wiesbaden. Hessen fördert seit diesem Jahr kreisangehörige Städte und Gemeinden bei der Erarbeitung kommunaler Integrations- und Vielfaltsstrategien. Gefördert wird die prozesshafte Begleitung der Erstellung einer kommunalen Vielfalts- und Integrationsstrategie mit jeweils 20.000 Euro, bisher haben dreizehn Kommunen diese Förderung erhalten. Der Bevollmächtigte der Hessischen Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Klose, betonte in Wiesbaden, „dass es Konzepte und Strategien brauche, aus denen zukünftig konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können. „Sich intensiv mit diesem gesellschaftlich so relevanten Thema zu beschäftigen ist ein notwendiger Schritt hin zu einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Integrationspolitik“, so der Staatssekretär. Dabei sollen möglichst alle Teile der Bevölkerung mit einbezogen werden. „Der Prozess soll veranschaulichen, wie wir innerhalb der Kommune zukünftig zusammenleben wollen und wie dies zu gestalten ist. Wichtig ist uns, dabei unterschiedliche Beteiligungsformate, die alle Bevölkerungsgruppen einbeziehen, umzusetzen“, erörterte Klose.

Noch bis Ende des Jahres können Kommunen mit einer Bevölkerungszahl zwischen 10.000 und 50.000 Förderanträge einreichen. Zur Gewährleistung eines breiten gesellschaftlichen Konsenses wird das Hessische Ministerium für Soziales und Integration bei der Auswahl von Projekten durch eine Fachjury unterstützt. Hierin sind Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände sowie von Migrantenorganisationen vertreten.

Mit dem Landesprogramm „WIR“ fördert die hessische Landesregierung seit dem Jahr 2014 vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung von Integrationschancen. Eine wesentliche Säule des WIR-Programms ist die Schaffung von Strukturen. Essenzieller Baustein war dabei - von Beginn an - die Förderung der WIR-Koordinatorinnen und -Koordinatoren. Diese arbeiten in allen hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten an strukturellen Verbesserungen der Integrationsbedingungen. „Die Arbeit der WIR-Koordinationen wird inzwischen von allen Akteuren als wichtiger Bestandteil der Integrationspolitik in Hessen anerkannt,“ ergänzte Klose.

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