Staatssekretär Kai Klose bei Plenarsitzung der Ausländerbeiräte Hessen

Staatssekretär Kai Klose bei Plenarsitzung der Ausländerbeiräte Hessen: „Gemeinsam mit unseren Partnern gestalten wir Integrationspolitik so, dass sie die Menschen tatsächlich erreicht!“

Breuberg-Neustadt. Anlässlich der Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah), der Vertretung der Ausländerinnen und Ausländer vor Ort, hat der Bevollmächtigte der Hessischen Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, heute in Breuberg-Neustadt betont, dass „die Vielfalt, die wir alle in unserem täglichen Leben erleben, eine Bereicherung darstellt. Migration ist eine Realität, auch in unserem modernen und vielfältigen Land. Diese Vielfalt ist ein Gewinn für unser Land. Integration ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, die gemeinsame Weiterentwicklung unserer Gesellschaft – ein Prozess, an dem jeder, der in unserem Land lebt, teilgaben können soll. Auch deshalb ist es wichtig, mit der agah und den Ausländerbeiräten vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“, hob Klose hervor.

„Wir haben mit dem ersten Hessischen Integrationsplan, an dem die Integrationskonferenz entscheidend mitgewirkt hat, unser Integrationsverständnis formuliert und ein Gesamtkonzept für Integration in Hessen vorgelegt. In unserer vielfältigen Gesellschaft dürfen Herkunftsunterschiede kein bestimmendes Merkmal sein, sondern wir wollen das uns Verbindende in den Vordergrund rücken: die Werte unserer Verfassung, die die Basis unserer offenen Gesellschaft sind. Diese Werte bilden die Grundlage und verpflichten uns alle,“ so Klose und ergänzte, dass das Bekenntnis zu Vielfalt, das sich im Integrationsplan widerspiegele, ein starkes Signal gerade in der derzeitigen Diskussion sei. „In Hessen richtet sich Integrationspolitik an alle Menschen, unabhängig davon, wie lange sie bereits hier leben.“

Klose betonte auch, dass „in Hessen Integration Hand in Hand funktioniert. Die entstehenden Integrationsverträge zu zentralen Themen, die bereits im Regierungsprogramm festgehalten sind, sind Ausdruck dieses Bündnisses mit der Zivilgesellschaft. So kann Integrationspolitik Menschen tatsächlich erreichen“, so Klose. Ein erster Vertragspartner ist dabei die Bildungsstätte Anne Frank (BAF) zum Thema „Antisemitismus und Rassismus in der Migrationsgesellschaft“. Der zweite bereits abgeschlossene Integrationsvertrag mit dem Hessischen Jugendring (HJR) hat das ebenso wichtige Thema der Identität und Zugehörigkeit von Angehörigen der zweiten und dritten Generation Zugewanderter zum Inhalt. Weitere werden folgen.

„Mit dem WIR-Programm investieren wir inzwischen über 10 Mio. Euro, um Integration vor Ort zu unterstützen. Seit diesem Jahr fördern wir mit ‚WIR’ auch die Stärkung von Migrantenselbstorganisationen. Durch diese Aufstockung der Landesmittel lassen sich neben den etablierten auch neue Integrationsangebote realisieren“, erinnerte der Staatssekretär. Dies erleichtere gegenseitiges Kennenlernen, Verständnis und Akzeptanz - davon profitiere die gesamte Gesellschaft.

„Um den Zusammenhalt zu fördern, müssen wir weiter aufeinander zugehen und das Gespräch miteinander pflegen. Begegnungen und Engagement im eigenen Umfeld, aber auch das offene Ansprechen von Konflikten und das gemeinsame Arbeiten an Lösungen machen eine funktionierende Gemeinschaft aus, in der jeder und jede ihren Platz finden kann“, so Klose weiter.

Der Staatssekretär würdigte die agah überdies als gefragte und kompetente Ansprechpartnerin und Begleiterin der Landesregierung, bedankte sich für das hohe Engagement und die Mitarbeit in vielen Gremien des Landes. Gleichzeitig lobte er die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Netzwerk gegen Diskriminierung Hessen, dessen Geschäftsstelle bei der agah angesiedelt ist.

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