AMIF Projektvorhaben KISI

Die Hessische Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Integrationsarbeit flächendeckend zu stärken. Durch eine ergänzende Nutzung von Mitteln des Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) ab dem 1. Oktober 2025 werden auch hessische Kommunen mit einer Bevölkerungszahl unter 50.000 bei der Integrationsarbeit strukturell gefördert. Das Projekt umfasst die Förderung von 42 Kommunen.

Die partizipierenden Kommunen erhalten im 3-jährigen Projektzeitraum jeweils Fördermittel in Höhe von max. 290.657,90 €. Neben einer Personalstelle, den Integrationsguides, können Aufwendungen für Ehrenamtliche und weitere Honorarausgaben sowie Ausgaben für Maßnahmen (u.a. Reisekosten, Anschaffungen, Raummieten, Verwaltungskosten, etc.) gefördert werden.

Mithilfe des Projektes soll das Ankommen und die Integration von anerkannten Drittstaatsangehörigen so begleitet werden, dass die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen positiv aktiviert werden. Das Projekt richtet sich daher in erster Linie an Drittstaatsangehörige (nach §10 der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds 2021-2027) und in zweiter Linie ebenso an den gesamten Sozialraum, u. a. die kommunalen Strukturen (z.B. Ehrenamtsstrukturen, kommunale Verwaltung). Nur durch ein Zusammenwirken dieser verschiedenen Ebenen kann es gelingen, die Integration nachhaltig und den Sozialraum damit einhergehend positiv zu gestalten. Die anerkannten Drittstaatsangehörigen erhalten durch die Integrationsguides bzw. von diesen eingesetzte Ehrenamtliche eine Ankommensunterstützung, erste Beratung bzgl. Sprachkursen, Informationen und Angebote politischer Bildung zum Leben in Deutschland. Sie erhalten erste Informationen über weitere Bildungsangebote, wie Kita, Schule, Ausbildung und Universität. Die Integrationsguides arbeiten dabei mit den im Landkreis vorhandenen Strukturen zusammen, sie verweisen i.d.R. weiter. Die Integrationsguides informieren sowohl innerhalb der kommunalen Verwaltung als auch gegenüber der Bevölkerung über die erfolgte Zuweisung der anerkannten Drittstaatsangehörigen als auch die geplanten und durchgeführten Integrationsmaßnahmen und sind Ansprechpersonen für dieses Thema. Eine wesentliche Tätigkeit der Integrationsguides ist die Mobilisierung, Schulung und nachhaltige Gewinnung von Ehrenamtlichen aus der ortsansässigen Bevölkerung. Sie kooperieren mit vorhandenen Strukturen und Netzwerken. Innerhalb der Verwaltungsstrukturen als zentrale Ansprechperson eingesetzt wirken die Integrationsguides auf möglichst effiziente Verwaltungswege hin, sorgen für Vernetzung sowie zeitnahe, klare, transparente Kommunikationswege in alle Richtungen. Durch die partizipative Erarbeitung von Leitfäden oder Verwaltungswegweisern und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen in den Kommunen werden Projekterfolge über alle Ebenen hinweg gehoben. Die Integrationsguides gestalten einen regelhaften und vielschichtigen Dialog mit der ortsansässigen Bevölkerung, der durch die politische Spitze nachdrücklich unterstützt wird.

Kontakt:
Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
Referat V2 – Kommunales Integrationsmanagement, Förderung WIR, Spracherwerb, AMIF
Sonnenberger Str. 2/2a
65193 Wiesbaden

kisi@hsm.hessen.de
+49 611 3219–3242