Dachverband Migrantenorganisationen Hessen
Mitmachen und Anschließen: Der Dachverband der Migrantenorganisationen in Hessen ist gegründet - Dialogpartner und Impulsgeber für Gesellschaft und Politik
Der Dachverband Migrantenorganisationen Hessen (kurz: DaMOH) ist aus dem Bedürfnis der hessischen Migrantenselbstorganisationen heraus entstanden, auf Landesebene mit einer starken gemeinsamen Stimme zu sprechen.
„Migrantische Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag zu einer demokratischen und vielfältigen Gesellschaft. Ein Dachverband kann die Anliegen und Bedürfnisses bündeln und viel stärker nach außen wirken als jede Organisation für sich alleine. Ich freue mich daher über die Gründung des Dachverbands migrantischer Organisationen Hessen, der politisch wie sozial ein wichtiger Impulsgeber sein kann.“
Seit 2017 widmet sich das Land Hessen mit dem Landesprogramm „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ gezielt der Förderung kleinerer, noch nicht professionalisierter migrantischer Organisationen. Was mit Unterstützung zur Professionalisierung begann, hat sich zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, die nun in die Gründung des Dachverbands Migrantenorganisationen Hessen (DaMOH) am 13. Dezember 2025 mündete. Insgesamt 40 Migrantenorganisationen sind nun bereits im Dachverband zusammengeschlossen. Der Prozess ist jedoch für alle migrantischen Organisationen offen, die teilnehmen wollen.
Meilensteine in diesem Prozess waren seit 2018 jährlich stattfindende Vernetzungstreffen. Diese vom Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen , den Migrantenorganisationen und dem Sozialministerium organisierten Treffen boten den Vereinen erstmals den Raum, aus der Vereinzelung herauszutreten und nachhaltige Synergien zu schaffen.
Durch diese Austauschformate und die kontinuierliche Begleitung hat das Land Hessen die notwendige Infrastruktur geschaffen, damit sich migrantische Organisationen weiterentwickeln und als starke Akteure in der hessischen Integrationslandschaft positionieren können. Die Vernetzung ist somit nicht nur ein Gewinn für die Vereine selbst, sondern ein wesentlicher Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hessen.
Der Prozess der Selbstorganisation wird von politischer Ebene begleitet. Ministerin Heike Hofmann unterstützt die Anliegen der Vereine ausdrücklich. Sie unterstreicht damit die Bedeutung der Migrantenorganisationen als wichtige Partner für die Landesregierung. Ihre Zusagen geben den Vereinen die nötige Sicherheit, den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung und der gemeinsamen Interessenvertretung konsequent weiterzugehen. Der partizipative Prozess hin zur Gründung und Entwicklung einer Satzung wurde von Seiten des Landes mit einer Mikroförderung auch finanziell unterstützt.
Derzeit wird die Internetseite für den Dachverband entwickelt; erste Informationen und eine Übersicht der Steuerungsgruppe wie auch über den Zugang zur Teilnahme finden Sie hier: Gründung des Dachverbands Hessen
„Wir wollen nicht nur aus der Ferne zuschauen. Wir wollen diese Gesellschaft aktiv mitgestalten.“
Die Gründungsversammlung fand am 13. Dezember 2025 in Frankfurt statt. 25 Repräsentantinnen und Repräsentanten von 21 migrantischen Organisationen aus ganz Hessen folgten der Einladung zur Gründungsversammlung des Dachverbands migrantischer Organisationen Hessen.
Im Interview: Shiva Adhikari vom Nepali Samaj e.V. Frankfurt und dem ersten Sprecher des Dachverbands migrantischer Organisationen Hessen (DaMOH).
Wie lange wurde auf diesen Tag hingearbeitet?
Zwischen der ersten Idee und der Gründungsversammlung lagen zwei Jahre, von denen wir die letzten acht Monate auf Hochtouren in der Steuerungsgruppe gearbeitet haben.
Gab es ein „Vorbild“ aus anderen Bundesländern?
Wir haben in anderen Kontexten vor allem die Dachverbände in den neuen Bundesländern kennengelernt. Am Ende entspricht jeder Verband den Anforderungen des Bundeslands, in dem er angesiedelt ist. Man kann Ideen sammeln, seinen Weg muss man dennoch selbst finden. Und das haben wir.
Warum ist die Gründung dieses Verbands wichtig?
Das Thema Migration und Integration wird in Zukunft zunehmend wichtiger. Migration kann man nicht stoppen, aber davon kann man profitieren. Mit unserer Expertise sind wir hier nicht nur ein guter Ansprechpartner, wir können auch Lösungen für bessere Integration anbieten. Wir wollen nicht nur aus der Ferne zuschauen. Wir wollen diese Gesellschaft aktiv mitgestalten – nicht gegeneinander, sondern miteinander.
Der Dachverband schafft dafür die Grundlage: Er bündelt Ideen, Lösungen und Stimmen, damit migrantische Communitys gemeinsam gehört werden. Nur durch Vernetzung und Zusammenarbeit können wir echte Teilhabe erreichen und die Vielfalt Hessens als Stärke nutzen.
Darüber hinaus geht es um politische Teilhabe: Migrantische Organisationen müssen in Entscheidungsprozesse eingebunden sein, um ihre Perspektiven einzubringen und faire Rahmenbedingungen mitzugestalten. Migrantische Organisation möchten nicht, dass man über sie redet, sie wollen mitreden. Der Dachverband ist die Brücke zwischen Politik und Zivilgesellschaft und sorgt dafür, dass migrantische Stimmen gebündelt nicht nur gehört, sondern auch berücksichtigt werden.
Hier geht es weiter im Interview und der Vision für ein zukunftsfähiges Hessen.
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