Erfolge
Erfolgreiche Maßnahmen erste Projektphase
GKV-Projekt WIR fördern Gesundheit (Juni 2021 - Januar 2026)
Nordhessen
In Nordhessen am Standort der Stadt Kassel wurden Themenbereiche wie Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz, seelischen Gesundheit und Wissensvermittlung zum deutschen Gesundheitssystem, bearbeitet. Ziel war es, dadurch das Empowerment der Zielgruppe zu stärken und die Zugangsbarrieren zum Gesundheitswesen für Menschen mit Migrationsgeschichte abzubauen.
„Yoga - Zeit für dich! - Eritreische Frauen Union in Kassel e.V.
Um den psychischen und physischen Belastungen im Alltag entgegenzuwirken, wurde ein geschützter Raum für Frauen geschaffen. Durch angeleitete Yoga- und Atemübungen lernten die Teilnehmerinnen Methoden zur Stressbewältigung und Entspannung kennen, um ihre innere Balance und mentale Gesundheit nachhaltig zu stärken.
Kontakt: Freweini Araya-Quehl - Frauen Union Kassel - arayafrewini@gmail.com - 0163/5945481
„Gesundheitsförderung für Migrantinnen“ – WIR fördern Gesundheit | BENGI e.V.
Selbstbestimmt über die eigene Gesundheit zu entscheiden erfordert Kompetenzen, sich im Gesundheitswesen zurecht zu finden. Das heißt unter anderem präventive Angebote zu kennen und in Anspruch nehmen zu können. Hier setzte das Projekt „Gesundheitsförderung für Migrantinnen“ in Kooperation mit BENGI e.V. an.
Das Projekt hatte eine offene Angebotsstruktur und bot Veranstaltungen für Frauen mit Migrationsgeschichte zu verschiedenen Themen der Gesundheit. Ziel hierbei war es, Kenntnisse über Zuständigkeiten und Arbeitsweisen der Behörden und Gesundheitseinrichtungen zu erlangen. Die Seminare erstreckten sich über die Themen: „Krankenversicherung“, „Beim Zahnarzt“, „Im Krankenhaus“, „In der Apotheke“ sowie der „öffentliche Gesundheitsdienst“.
Das niedrigschwellige Seminarangebot wurde mit und durch medizinisches und psychologisches Fachpersonal (mit eigener Migrationsgeschichte) umgesetzt. So wurde eine faktenbasierte Informationsvermittlung gewährleistet und Raum gegeben, über eventuell tabuisierte Themen in den Herkunftsländern sprechen zu können.
„Loqui – Hilfe zur Selbsthilfe“ – WIR fördern Gesundheit
„Loqui“ war ein sozialraumorientiertes Gesprächs- und Aktivitätsangebot für ukrainisch bzw. russisch sprechenden Menschen mit einschneidenden (traumatisierenden) Erfahrungen im Kontext von Flucht und Vertreibung aus der Ukraine. Ziel des Projekts war es, die Bedürfnisse der Teilnehmenden aufzunehmen und gemeinsam gesundheitsförderliche Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehörten niedrigschwellige und wertschätzende Gesprächsangebote durch therapeutisch geschultes, ukrainisch bzw. russisch sprechendes Personal. Gemeinsame Aktivitäten wie Bewegen oder Malen ergänzen das Gesprächsformat mit dem Ziel, die Selbstfürsorge stärken.
Mittelhessen
Für Mittelhessen am Standort der Universitätsstadt Marburg (Lahn) wurden Themenbereiche wie Hilfe zur Selbsthilfe, eigene Gesundheitskompetenzen stärken, seelische Gesundheit und interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens bearbeitet.
„Gesund diversitätsorientiert gestalten“
Im Rahmen der Förderung „WIR fördern Gesundheit“ wurde eine externe Prozessbegleitung durchgeführt, um die strategische Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitsplanung des Fachdienstes Gesundheitsamt und dem Büro für Integration des Fachdienstes Integration und Arbeit zu unterstützen. Ziel war es Schnittstellenthemen zwischen Gesundheit und Diversität weiterzuentwickeln (z.B. Zugang zu Communities; Potential KI) und nächste konkrete Handlungsschritte abzuleiten.
Kontakt: Dr. Maren Bredehorst, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachbereich Gesundheitsamt, bredehorstm@marburg-biedenkopf.de - 06421/405 4156
„Gesundheitscafés“
Im Rahmen des Gesundheitscafés wurden Impulsvorträge, Anleitungen für Zuhause sowie Anlaufstellen zu verschiedenen Gesundheitsthemen vermittelt. Um die Veranstaltung niedrigschwellig anzubieten, wurden Dolmetscherinnen und Dolmetscher eingesetzt. Dazu wurde jede Sitzung von einer Migrantenselbstorganisation selbst gestaltet. Themenwünsche wurden von der Koordinationsstelle bearbeitet und dementsprechend Referentinnen und Referenten eingeladen. Die Referentinnen und Referenten können sowohl Ärztinnen und Ärzte, andere Fachpersonen als auch Mitglieder von Selbsthilfegruppen sein.
„Kräuteraustausch“
Mit dem Projekt Kräuteraustausch sollten bestehende Gesundheitskompetenzen von Menschen mit Migrationsgeschichte (re-)aktiviert werden. Das Projekt wurde von einer bzw. einem nach dem Konzept der Ganzheitlichkeit arbeitenden Schulmedizinerin bzw. Schulmediziner fachlich begleitet werden. Das Thema Kräuterwissen hat als kulturell-übergreifende Gesundheitskompetenz das Interesse der Zielgruppe geweckt. Das Projekt hat das interkulturelle, von Migrantinnen und Migranten mitgebrachte Gesundheitswissen sichtbar gemacht und wertgeschätzt.
Südhessen
Für Südhessen am Standort Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden Themenbereiche wie Ernährung, Bewegung, Stärkung der Resilienz und interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens bearbeitet.
„Gesund & Stark als Familie“ - I.B.I.K. e.V.
Dieses Angebot richtete sich speziell an Mütter und ihre Kinder. Während die Mütter in Workshops Wissen zu Stressbewältigung, Familienernährung und dem deutschen Gesundheitssystem erhielten, wurden die Kinder parallel spielerisch an Gesundheitsthemen herangeführt. Durch diesen niedrigschwelligen Ansatz wurde die Gesundheitskompetenz der gesamten Familie gefördert.
Kontakt: Anna Bieche - I.B.I.K e.V. - info@ibikev.de - 0611/97447701
„Alle Frauen erreichen: Gynäkologische (Brust-) Krebsvorsorge – vielfaltsorientiert und kompetent verweisen“
Das WIR-Vielfaltszentrum des Landkreises, die Stadt Darmstadt und der Verein Weiterleben e.V. haben am 21. Juni 2023 eine gemeinsame Veranstaltung umgesetzt. Ziel war es, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren über die wichtigen - u.a. mehrsprachigen und digitalen - Möglichkeiten der Früherkennung von gynäkologischen (Brust-)Krebserkrankungen zu informieren.
Im Fokus der Veranstaltung standen dabei die Förderung der Gesundheitskompetenz im konkreten Beratungsalltag und die Gestaltung von vielfältigen Zugängen zur Prävention. Unter anderem konnte Pink Ribbon Deutschland gewonnen werden. Sie stellte ihre mehrsprachige „breastcare App“ vor.
„MUSE e.V. Muslimische Seelsorge in Wiesbade bieten kultur- und regionssenisible, sellsorgerische Begleitung in Muttersprache an“
Im Rahmen des Projektes wurde die Zielgruppe durch die MUSE Gesundheitsveranstaltungen und MUSE Gesundheitscafés zu den Themen gesunde Ernährung, Resilienz und Stressmanagement informiert und ihre Gesundheitskompetenzen gestärkt. Die Themen werden interaktiv, kultur- und religionssensibel vor Ort umgesetzt.
Die Zielgruppe wurde durch die Fachveranstaltungen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt, ihre Integration wurde gefördert sowie für die Gesundheitsthemen sensibilisiert und empowert. Zudem wurden die vorhandenen Ressourcen und Potenziale der Zielgruppe zu den veranstalteten Themen aktiviert.
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