IQ Netzwerke

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Gute Nachrichten für die Fachkräftesicherung in Hessen: Das Regionale Integrationsnetzwerk für internationale Arbeitskräfte – kurz RINIA IQ Hessen – wird fortgeführt. Die nächste Förderrunde ist gesichert und damit bleibt eine bewährte Anlaufstelle für internationale Fach- und Arbeitskräfte im Land erhalten. Insgesamt wurde das Netzwerk mit rund 480.000 Euro aus den Mitteln des Landes Hessen mitfinanziert.

Das ist mehr als nur eine Formalie. Hessen setzt damit ein klares Signal: Wer als internationale Fachkraft hier ankommt, soll willkommen sein und nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen. Genau dafür steht RINIA IQ – als verlässlicher Partner, der zeigt, dass Integration und Fachkräftesicherung Hand in Hand gehen.

Edina Covic und Juliane Firlus arbeiten mit ihren Teams daran, für die Fachkräftesicherung im Bereich Integration eine optimale Unterstützungsstruktur in Hessen zu gewährleisten.

Regional verankert, praktisch wirksam

Neue gesetzliche Regelungen haben der Fachkräftezuwanderung zuletzt spürbaren Schwung gegeben. Gleichzeitig hat Deutschland in den letzten Jahren viele Geflüchtete aufgenommen. Genau hier setzt das bundesweite Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung – an: Gemeinsam mit den Ländern werden Maßnahmen gefördert, die vor Ort koordiniert und passgenau umgesetzt werden.

Mit der Fortführung von RINIA IQ Hessen geht diese Unterstützung nun in die nächste Runde von 2026 bis 2028. Die Koordination liegt in bewährten Händen: Seit 2013 kümmert sich involas, das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik mit Sitz in Offenbach, darum.

Arbeits- und Sozialministerin Heike Hofmann hat in Offenbach einen Bescheid an involas, das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, als Träger des IQ-Programms in Hessen, übergeben. Hier geht es zur Presseinformation.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Bis 2030 werden in Hessen voraussichtlich bis zu 240.000 Fachkräfte fehlen. Die Landesregierung setzt deshalb an mehreren Stellen an. Zentrale Bausteine sind Erwerbsmigration und die Integration ausländischer Fachkräfte in den Arbeitsmarkt. Denn gut qualifizierte Menschen, gerade in Engpassberufen, sind international nachgefragt. Diesem Wettbewerb stellt sich Hessen aktiv.

Das Netzwerk bewegt sich dabei genau dort, wo es zählt: an der Schnittstelle von Praxis, Wissenschaft und Politik. Ziel ist, echte Lösungen für die Herausforderungen bei Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration zu finden – zugeschnitten auf die Kompetenzen, Berufsabschlüsse und individuellen Bedarfe der Teilnehmenden.

Konkret heißt das zum Beispiel: Unterstützung bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen, etwa im Gesundheitsbereich. In Nordhessen qualifiziert ein Träger gezielt für Engpassberufe und bereitet auf Betriebspraktika vor – im besten Fall der direkte Weg in ein festes Arbeitsverhältnis. Und in Südhessen gibt es ein Angebot für Zugewanderte, die bereits arbeiten, aber unterhalb ihrer eigentlichen Qualifikation – hier geht es darum, die berufliche Position langfristig zu verbessern.

Integrationsnetzwerk und dessen Erfolge:

Die Erfolge geben dem Netzwerk recht

Die Bilanz zeigt: Das Netzwerk wirkt. In der vergangenen Förderperiode von 2023 bis 2025 wurden über 1.800 Menschen im Regionalen Integrationsnetzwerk IQ Hessen qualifiziert oder begleitet. Teilweise kombiniert mit der Berufsqualifizierenden Sprachförderung Plus (BQS+) des Landes Hessen – so wurden Fachinhalte und Sprachförderung gezielt miteinander verknüpft und die Teilnehmenden optimal auf das Berufsleben in Deutschland vorbereitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Vor Maßnahmeneintritt waren gerade einmal 11 Prozent beschäftigt. Rund 40 Prozent schafften mit Unterstützung von IQ innerhalb von sechs Monaten nach der fachlichen Qualifizierung den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Dr. Elisabeth Aram, Geschäftsführerin von involas, freut sich über die Fortführung der Förderung und den Beitrag des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales: „Wir sehen, dass die Angebote des Netzwerks wirken und einen konkreten Beitrag zur Arbeitsmarktintegration internationaler Fach- und Arbeitskräfte leisten. Gerade weil die Wege in Beschäftigung oft mit formalen Hürden verbunden sind, braucht es verlässliche Unterstützungsstrukturen. Die Fortführung des Netzwerks ist deshalb sinnvoll und notwendig.“

Stark, weil gut vernetzt

Was das Netzwerk besonders macht: Es steht nicht allein. Im Zusammenspiel mit den Integrationsangeboten des Landes entsteht hessenweit eine bedarfsgerechte, regional vernetzte Unterstützungsstruktur für internationale Fach- und Arbeitskräfte. Dafür arbeitet RINIA eng zusammen – mit der Arbeitsverwaltung, mit Sprachkursträgern, WELCOMECENTER sowie kleinen und mittleren Unternehmen. (für die Rapidmail-Redkaiton: bitte hinter „WELCOMECENTER“ diesen Link setzen: www.work-in-hessen.de/welcomecenter-hessen/

Mehr erfahren Sie auf der Homepage des Programms Hessen Netzwerk IQ

Ansprechpartnerinnen

Edina Covic, Projektleitung IQ WAP - Willkommens- und Anerkennungskultur in der Pflege (RINWA)

Juliane Firlus, Projektleitung der Koordination des Regionalen Integrationsnetzwerks internationale Arbeitskräfte (RINIA) und RINWA

Förderhinweise:

  • Das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen ausländischer Herkunft ab.
  • Das Regionale Integrationsnetzwerk internationale Arbeitskräfte (RINIA) IQ und das Regionale Integrationsnetzwerk für eine Willkommens- und Anerkennungskultur (RINWA) in Hessen werden im Rahmen des Förderprogramms durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert.
  • Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundesagentur für Arbeit.
  • Zusätzliche Mittel erhält RINIA vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.

„Das Programm IQ in Hessen leistet hier seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag. Es unterstützt die Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen, zugleich aber auch Unternehmen und Betriebe dabei, internationale Fachkräfte zu gewinnen und erfolgreich einzubinden. Damit trägt das Programm zur individuellen beruflichen Entwicklung bei und stärkt damit unsere Wirtschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hessen“ (Arbeits- und Sozialministerin Heike Hofmann)

Arbeits- und Sozialministerin Heike Hofmann hat in Offenbach einen Bescheid an involas, das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, als Träger des IQ-Programms in Hessen, übergeben.

"Wir nehmen jede einzelne Fachkraft in den Blick und schlagen die Brücke von ausländischer Qualifikation zum hessischen Arbeitsmarkt." (Dottore Silvia Miglio, Projektleitung, FRESKO e.V.)

 

Copyright FRESKO / Startklar für den hessischen Arbeitsmarkt: Das neue Team von Step-on-the-Job! Sitzend v. l. n. r.: Dr. Karin Wullenweber, Barbara Presber. Stehend v. l. n. r.: Dott. Silvia Miglio, H. Hartmut Riester, Christine Philippi

"Das IQ Netzwerk trägt durch gezielte Qualifizierung und Begleitung von ausländischen Arbeitskräften zur Fachkräfte-sicherung in Hessen bei." (Marcel Smolka, Mitglied der Geschäftsführung, Next Level 2.0)

Gruppenfoto
Copyright Anne Caillé / Teilnehmende von Next Level 2.0., eingerahmt von Katharina Horn und Anne Caillé, Jugendwerkstatt Felsberg