Hessischer Integrationsmonitor

Die Hessische Landesregierung strebt eine daten- und faktenbasierte Integrationspolitik an. Deshalb erstellt die Abteilung Integration im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales seit 2010 den Hessischen Integrationsmonitor.

Der Monitor vergleicht vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Diskussion Daten für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bzw. für ausländische und deutsche Personen. So bietet er der Landesregierung ein fundiertes Instrument, das Einblicke in die verschiedenen integrationspolitischen Themenfelder wie Bildung, Arbeit, Einkommen, Gesundheit, Sprache, religiöses Leben oder Zugehörigkeit ermöglicht. Der Monitor erscheint alle zwei bis drei Jahre, zuletzt im Jahr 2026.

Der Integrationsmonitor 2026 verwendet 99 Indikatoren, die mit Daten aus 27 Quellen berechnet werden. Dabei nutzt er Datenquellen, die in den Monitoren anderer Bundesländer keine Anwendung finden und beleuchtet auch die soziale, kulturelle sowie identifikatorische Integration in Hessen.

Besondere Berücksichtigung verdienen Asylsuchende und ukrainische Geflüchtete, so kann ihren speziellen Bedarfen im Integrationsprozess frühzeitig begegnet werden. Ihnen sind eigene Kapitel gewidmet mit dem Fokus auf Bildung und Erwerbstätigkeit.

Der achte Bericht zeigt, dass die Arbeitsmarktintegration – auch von Asylbewerbenden und Geflüchteten aus der Ukraine – voranschreitet, die Studierendenschaft internationaler wird, die Zahl der Einbürgerungen steigt und die Sprachkenntnisse sich verbessern, um einige erfreuliche Entwicklungen zu nennen. Andererseits stagnieren einige Indikatoren, insbesondere im Bereich der schulischen Bildung. Benachteiligungen aufgrund der Herkunft sowie Sorgen hinsichtlich Rassismus nehmen zu. Die Unterschiede bei Themen wie Einkommen, Armutsrisiko und beruflicher Bildung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bleiben bestehen. Studien zeigen allerdings, dass die meisten Unterschiede nicht in der Migrationseigenschaft begründet liegen, sondern im sozioökonomischen Status.